Protest am Kanzleramt

Kundgebung am Fr. 21.9.2018, 14 Uhr

Auf dem Washingtonplatz, vor dem Hauptbahnhof Richtung Regierungsviertel

Programm der Kundgebung

11:30 Uhr — Übergabe der Petition: mit über 70.000 Unterschriften am Eingang des Kanzleramts (Szenische Performance für Foto-Presse geeignet)

12:00 Uhr — Netzwerken auf dem Washingtonplatz: Initiativen und Organisationen sind eingeladen sich zu präsentieren (mit selbstmitgebrachten kleinen Info-Tischen) oder aktionistischen Beiträgen. Auf der Bühne wird ein gemischtes Programm mit Musik (Live-Band und DJane), Gesprächen und Redebeiträgen geboten.

14:00 Uhr — Hauptkundgebung: Kurze Redebeiträge von Unterstützer*innen aus ganz Deutschland, Präsentation der erarbeiteten Forderungen zu allen Themen des ›Alternativen Wohngipfels‹ und politische Live-Musik von Christiane Rösinger, Beatyov und mit Die Tsootsies, die uns zum Abschluss bis 17 Uhr ordentlich einheizen werden.


Warum sind wir um 14 Uhr auf dem Washingtonplatz?

Viele fragen uns, warum wir uns zu diesem Ort und zu dieser Zeit entschieden haben. Natürlich wollten wir mit unserem Protest direkt vor das Kanzleramt ziehen, doch das gesamte Gelände im „befriedeten Bereich“ ist gleich mehrere Wochen vor dem 3. Oktober für sämtliche größere Aufbauten gesperrt. Eine Event-Agentur hat m Auftrag der Bundesregierung Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) zu treffen. Wir sehen darin eine unangemessene Einschränkung der Versammlungsfreiheit und des Rechts auf freie Meinungsäußerung, mit dem die Regierung versucht, absehbare Proteste gegen den Wohngipfel möglichst weit vom Kanzleramt weg zu halten. Der Rechtsweg erschien aber ziemlich aussichtslos. Drum sind wir auf den Platz ausgewichen, der am nächsten dran ist und von dem man das Kanzleramt gut sehen kann. Wenigstens mit der Übergabe der Petition kommen wir aber bis an den Zaun des Kanzleramts!

Die Uhrzeit der Kundgebung ist der Tatsache geschuldet, dass der zunächst großangekündigte Wohngipfel, zu einem 2,5 Stunden-Termin verkürzt wurde. Mehr Zeit hat die Bundesregierung wohl nicht für die Probleme der Menschen in der Wohnungskrise. Wir wollten nicht am Abend vor einem leeren Kanzleramt demonstrieren, sondern den Teilnehmer*innen des Wohngipfels ein direktes starkes Signal des Widerstands senden. Natürlich ist das für viele Arbeitende, die uns unterstützen möchten, kaum möglich zu dieser Zeit zur Kundgebung zu kommen, aber wir hoffen trotzdem auf große Unterstützung!


Wir rufen auf zur Protestkundgebung gegen den #Wohngipfel von Seehofer und Merkel und für eine Politik, die Wohnraum für ALLE schafft. Verschaffen wir gemeinsam den Menschen Gehör, die drinnen beim Mittagessen mit der Bundesregierung nicht beachtet werden!

Der Protest wird vielfältig und bunt. Viele Gruppen aus ganz Deutschland wollen sich beteiligen und deutlich machen, dass die übergroße Mehrheit in Deutschland mit dem wohnungspolitischen Kurs der Regierung nicht einverstanden ist. Die Bau-, Dämm- und Immo-Lobby-Politik muss endlich beendet werden. Diese wirtschaftsfreundliche und marktliberale Politik hat die Wohnungskrise verursacht.

Der #Wohngipfel von Seehofer und Merkel soll nun das Feld bereiten für noch mehr Markt-Freiheit. Die Bevölkerung in Deutschland, will aber in großer Mehrheit genau das Gegenteil. Darum versammeln wir uns vor dem Kanzleramt und sagen der Regierung unsere Meinung: Wohnen ist Menschenrecht – Keinen Boden der Spekulation!

Aufruf lesen und unterzeichnen …

Facebook-Veranstaltung zur Kundgebung aufrufen und teilen …


Gruppen, die etwas zum Bühnenprogramm der Protestkundgebung beitragen möchten, melden sich bitte per E-Mail bei presse@mietenwahnsinn.info

Wir freuen uns über jede Form des bunten, friedlichen und vielfältigen Protests. Bringt eure Nachbar*innen mit, malt Protestplakate, erfindet Parolen oder findet eine andere Art euch auszudrücken. Zusammen gegen #Mietenwahnsinn! Für eine Wohnungspolitik, die Wohnraum für ALLE schafft.