Aktuell: Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

nächstes Bündnistreffen

Dienstag, 25.02.2020 um 19:00 Uhr
im Kiezanker 36 (Familien- und Nachbarschaftszentrum)
Cuvrystraße 13/14 (Durchgang Cuvrystraße / Falckensteinstraße)
10997 Berlin-Kreuzberg, Wrangelkiez

Presse und Forschende bitte extra Termin vereinbaren.
Kontakt:
Bündnis: mail@mietenwahnsinn.info
Pressefragen bitte an presse@mietenwahnsinn.info

Termine

24.02. mietenpolitischer Stammtisch: AirBnB & Co zerschlagen – Wohnraum zurückerobern
19 Uhr Mahalle – Waldemarstr. 110

18.03. Prozesstermin Kneipenkollektiv Meuterei
9 Uhr Prozessbeginn
8 Uhr
Kundgebung vor dem Gericht

04.03. 10. Kiezversammlung im SO36
19 Uhr Oranienstr. 190

14.03. Nachbar*innen gegen AirBnB & Co
14 Uhr Mahalle – Waldemarstr. 110

Save the Date: 28.03.2020

Liebe Unterstützer*innen der Mietenwahnsinn-Proteste,

in den letzten zwei Jahren haben wir gemeinsam zwei #Wahnsinns-Demos auf die Beine gestellt. Im letzten Jahr war der Protest mit teilnehmenden Städten aus Kanada über Frankreich bis nach Portugal weltweit.Dieses Jahr soll diese Zusammenarbeit zwischen den Städten weiter ausgebaut und die Mietenproteste europaweit, vielleicht sogar wieder weltweit sichtbar werden.
Dazu hat sich ein europaweites Bündnis zur Koordinierung der Städte untereinander gegründet. Dieses Bündnis hat mit der Vernetzung der Städte begonnen und den Aktionstag mit dem Namen „Housing Action Day“ am 28.3.2020 (Webseite des Housing Action Day) ausgerufen.

Wir möchten an den Aktionstagen vom 20. – 28.03. und mit der Demonstration am Samstag 28.03. um 13 Uhr ab Potsdamer Platz in Berlin unseren vielfältigen Protest auf die Straße tragen.

Sowohl unsere Demo, als auch alle anderen Aktionen des Mietenwahnsinn-Bündnisses leben von der bunten und vielschichtigen Beteiligung. Damit das so bleibt und sich unser Bündnis – als Plattform für Vernetzung und gemeinsamen Protest – weiterentwickeln kann, brauchen wir dringend eure Unterstützung und Mitarbeit.

Kommt zu den Plena in den Kiezanker !!!

Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

Den Profiteuren von Verdrängung und Mietenwahnsinn auf die Pelle rücken – Kundgebung gegen den Immobilien-Lobby-Kongress „Quo Vadis 2020“

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Dienstag 11.2.2020, 17:00 –19:30 Uhr
Unter den Linden 77 (direkt vor dem Adlon)
10117 Berlin-Mitte, S/U Brandenburger Tor
Facebook Veranstaltung
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Vom 10. bis 12.2.2020 findet zum 30sten Mal der
Immobilien-Lobby-Kongress „Quo Vadis“ im Berliner Hotel Adlon statt. Für schlappe 3000 Euro Eintritt wollen dort Banken, Politiker*innen und große Immobilienkonzerne planen wie sie weiter ungestört ihre Profite mit der Miete einfahren können.

Das ist nicht mehr ganz so einfach wie in den Jahren zuvor, da den Mieter*innen angesichts horrender Mietsteigerungen langsam der Kragen platzt. In den vergangen Jahren gab es unzählige Proteste gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn. Hausgemeinschaften organisieren sich, Zwangsräumungen werden blockiert, Häuser besetzt, Google aus Kreuzberg vertrieben, Immobilienkonzerne sollen enteignet werden und zehntausende gehen gegen den Mietenwahnsinn auf die Straße.

Selbst die Politik muss reagieren und führt in Berlin einen Mietendeckel ein, der für viele Mieter*innen erstmal eine Verschnaufpause bedeuten würde. Dagegen schießt die Immobilien-Lobby aus allen Rohren. Auch auf dem „Quo Vadis“-Kongress, wo der Vertreter der Reichen-Partei FDP Christian Lindner zum Auftakt fragen darf: „Wie viel Regulierung verträgt der Markt noch?“

Wie viel Regulierung der hier verniedlichend „Markt“ genannte Kapitalismus verträgt ist uns letztlich scheißegal – soll er doch zum Teufel gehen! Wir wollen keine Gesellschaft in der die Wenigen auf Kosten der Vielen leben, in der Wohnungen nur für den Profit gebaut werden, in der Menschen Angst um ihre Wohnung haben müssen und
hunderttausende wohnungslos sind. Deshalb kämpfen wir auch weiter für ganz andere gesellschaftliche Verhältnisse.

Öffentlichkeit passt den Profiteuren von Verdrängung und Mietenwahnsinn gar nicht. Letztes Jahr haben sie wegen unserer Proteste einen traditionellen Spaziergang abgesagt und eine Abendveranstaltung verlegt, dieses Jahr wird das alles gleich ganz geheim gehalten. Lasst uns deshalb den selbsternannten „Immobilienentscheidern“ auch dieses Jahr wieder in die Suppe spucken. Am 11.2.2020 am Adlon und anlässlich des europaweiten Housing Action Day am 28.3. bei der großen Mietenwahnsinn-Demo 2020.

28.03.2020 um 13 Uhr #Mietenwahnsinn-Demo

Gemeinsam widersetzen gegen #Mietenwahnsinn
Aufruf zur Demonstration in Berlin am 28. März 2020

Wir alle haben inzwischen Erfahrungen mit Mietsteigerungen, Moderinisierungen, Entmietungen, Eigenbedarfsklagen und Zwangsräumungen gemacht; oder wir leben in der Sorge, dass es als nächstes uns, unsere Nachbar*innen, unseren Gemüseladen, unser Lieblingskino, die Kita oder die Kiezkneipe trifft. Der Mietenwahnsinn treibt uns weiter in die soziale Ungerechtigkeit und zerstört alles lebens- und liebenswerte in unseren Städten. Wir haben satt, denn das alles muss nicht so sein!Die soziale Ungleichheit der Wohn- und Lebensfrage ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse. Solange Grund und Boden Privateigentum bleiben, wird es Spekulation mit Leerstand und Mietenwahnsinn geben – und zwar auf unsere Kosten!
Deshalb wollen wir eine Stadt die kein Geschäftsmodell ist, sondern die allen gehört – und zwar unabhängig von Herkunft, Sprache und Alter und in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss.

Zusammenhalt und Solidarität gegen soziale Ungerechtigkeit

Doch mit dem Mietenwahnsinn wächst auch unser Widerstand! Allein in Berlin riefen im vergangenen April 280 Initiativen dazu auf gegen Verdrängung, Zwangsräumungen und den Ausverkauf unserer Grundbedürfnisse zu protestieren. Am Ende waren auf unserer Demo über 40.000 Menschen!
Viele von uns haben sich inzwischen in ihren Häusern und Nachbarschaften zusammengeschlossen, weitere Mieterinitiativen und Recht auf Stadt-Gruppen gegründet, Zwangsräumungen blockiert, leerstehende Häuser und Wohnungen besetzt, selbstverwaltete Wohnprojekte und neue Wohnungsgenossenschaften gegründet.

Dabei wird mehr als deutlich, was ein starker, solidarischer und breit aufgestellter Widerstand bewirken kann: Gemeinsam konnten wir so manche Kündigung verhindern, mache Mieterhöhung abwehren und manchen Hausverkauf stoppen. Nur durch unseren Protest wurden erstmals wieder Wohnungen rekommunalisiert, muss die Immobilienlobby die Enteignung fürchten und hat der Senat ein paar Reformen beschlossen. Doch das bisschen Millieuschutz und der löchrige Mietendeckel reichen lange nicht aus! Wir machen weiter. Entschlossen, selbstorganisiert und alle zusammen!

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt, Solidarität und unsere Alternativen entgegen.
Kämpfen wir gemeinsam für:

  • einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik!
  • die Vergesellschaftung von Wohnraum und die Sozialisierung von Grundeigentum!
  • echte demokratische Mitbestimmung der Mieter*innen und die Selbstverwaltung der Wohnhäuser!
  • ein Ende der Zwangsräumungen!
  • die Entkrimminalisieung von Mietstreiks, Leerstandsbesetzungen und die Abschaffung der Berliner Linie!

Widersetzen wir uns!

Kommt zur Demonstration am 28. März 2020 um 13:00 am Potsdamer Platz. Unter dem Motto Housing Action Day finden parallel Demonstrationen in vielen bundesdeutschen und europäischen Städten statt. Setzt euch zusammen und nehmt an den Aktionstagen vom 20. März bis zum 28. März teil! Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn! Wohnen ist Menschenrecht!

Mobilisierungsvideo für die Aktionstage vom 20. – 28.03. und der Demo

Krieg und Vertreibung sind die brutalste Form der Verdrängung! Stoppt den Krieg in Nord- & Ostsyrien!

Seit dem 9. Oktober führt die Türkei im Zusammenspiel mit djihadistischen Milizen einen genozidalen Angriffskrieg gegen Nord- und Ostsyrien. Krankenhäuser, Staudämme und Schulen wurden bombardiert, Menschen vor laufender Kamera exekutiert und IS-Kämpfer:innen aus den Gefängnissen befreit. Mehrere hunderttausend Menschen sind auf der Flucht.Krieg und Vertreibung sind die brutalste Form der Verdrängung.

Unvorstellbar die Angst um die Liebsten, um die Kinder und Verwandten, um die Freunde, um eine Zukunft in Unfreiheit und Exil. Entsetzlich, dass in unserer Zeit immer noch Kriege gegen Völker, Ethnien und Religionsgruppen geführt werden. Mit deutschen Waffen und mit deutschem Geld. Mal wieder.

Wir verurteilen den türkischen Angriffskrieg auf Nord- und Ostsyrien. Wir verurteilen die systematische Zerstörung der Lebensgrundlagen, der Wälder und der Felder. Wir verurteilen die Zerstörung der kurdischen Städte in der Türkei und in Syrien.

Unsere Wut und Abscheu gilt dem Krieg und dem globalen System, das ihn notwendig macht, nicht verhindern kann und letztendlich unterstützt.

Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt den Opfern und Verteidiger:innen und ihren Familien.

Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn Berlin

Ein außerparlamentarisches Bündnis der Vielen

Die Aktionstage und Demo sind ein Gemeinschaftsprojekt einer Vielzahl von mieten- und stadtpolitischen Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet. Der Aufruf wird aktuell unterstützt von 39 Gruppen, Hausgemeinschaften, Initiativen, Vereinen, Verbänden, sozialen Einrichtungen und vielen weiteren Organisationen.

Eigene Gruppe als Unterzeichnende des Aufrufs eintragen

Demos und Aktionen: bundesweit und in vielen Städten in Europa

Unter dem Motto „HOUSING ACTION DAY — Wohnen für Menschen statt für Profite“ sind zum 28.03.2020 europaweit Aktionen und Demonstrationen  u.a. in diesen Städten geplant: Hamburg, Frankfurt am Main, Göttingen, Paris, Brüssel Barcelona und vielen anderen Städten und weitere werden folgen …

Weitere Städte

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